Jetzt springen wir ganz wo anders hin: Nach Chicago. Direkt davor war ich in Los Angeles und der Unterschied hätte kaum größer sein können. LA kam mir eher verwahrlost vor – Chicago war das komplette Gegenteil. Ich fand die Stadt wunderschön, das Vekrehrssystem super designed und draußen waren zu jeder Zeit viele Leute unterwegs und hatten eine gute Zeit. Ich konnte stundenlang durch die Stadt spazieren und man konnte immer was Neues entdecken.
In Chicago gibt es The Bean, eine riesige, silberne Bohne, in der man sich spiegelt. Direkt an die Stadt grenzt der Lake Michigan an, der ehrlichgesagt eher aussieht wie ein Ozean. Der See ist knapp 500 km lang und man kann selbst bei klarer Sicht nicht auf die andere Seite blicken. Durch das Stadtzentrum fließt der Chicago River, mit zahlreichen Schiffen, sogar Kanus (ich hab sogar jemanden Standup paddeling machen sehen). Man kann auch auf Hochhäuser fahren um die Skyline besser zu sehen, beispielsweise Chicago 360. Das fand ich aber ehrlichgesagt für den Preis (40$, aber variiert je nach Zeitpunkt) nicht so empfehlenswert.
In meiner letzten Station New York war ich für insgesamt 12 Tage. Ich hatte erst die Befürchtung, dass es vielleicht zu lang ist, aber ehrlich gesagt wurde mir nie langweilig dort. Und ich hab die beste glutenfreie Pizza meines Lebens gegessen (siehe Foto unten). Die hab ich bekommen im Casa Louie Hudson Yards. Kennst du das, wenn man skeptisch ist weil das Essen zu gut schmeckt? Das war hier so, aber man sich extrem sicher gefühlt, das Personal wusste perfekt bescheid und der Prozess schien auch wasserdicht zu sein. Leider ist mir meine Pizza gegen Ende vom Tisch gefallen, war aber meine Schuld.
Sehr charakteristisch für New York: tatsächlich hat es jeder eilig oder zumindest wirkt es so. Das Klischee, dass alle über rote Ampeln gehen stimmt tatsächlich und ich hab es so internalisiert dass ich es jetzt auch zuhause in München mache! Die geballte Konzentration an Wuseligkeit gibt es am berühmten Times Square zu sehen. Vorsicht bei den verkleideten Leuten die sich auf eure Fotos dazustellen, die wollen dafür Geld.
Am Ende kennt New York aber jeder für die Skyline. Und hier muss ich ehrlich sagen, dass es wirklich atemberaubend ist. Man kann sie aus verschiedensten Winkeln der Stadt bestaunen, z.B. von Brooklyn aus, Staten Island, oder man fährt auf ein Hochhaus. Beispielsweise kann man auf Top of the Rock hochfahren, von dem aus man den Central Park, das Empire State Building und auch die Hochhäuser des Finance districts in der Ferne sehen kann. Das besondere an Top of the Rock ist, dass man auf der obersten Plattform keine Glasscheibe im Weg hat und dadurch super Fotos machen kann. Leider ist der Spaß ziemlich teuer, so 40-60$, je nachdem wann man hochfährt. Komplett gratis ist dafür die Staten Island Fähre. Die fährt 24/7 zwischen Manhattan und Staten Island hin und her und man kann so oft man will einfach mitfahren. Man fährt sogar an der Freiheitsstatue vorbei. Ich bin insgesamt dreimal mit der Fähre gefahren: zum Sonnenuntergang (daher stammt das Titelbild oben), mittags und sogar zum Sonnenaufgang. Wie früh ich dafür aufstehen musste? Ich will nicht drüber reden.